Deutscher Hochflug Club


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Hochflugrichterausbildung im DHC


In der letzten Zeit wurden zwei Züchter der Gruppe–Saar-Pfalz-Kraichgau im DHC zum Richter ausgebildet und ein Züchter steht kurz vorm Abschluss der Ausbildung zum Hochflugrichter. Im Kraichgau konnte Spfrd. Thomas Greulich, seines Zeichen Wienerzüchter, die Ausbildung zum Hochflugrichter unter der Anleitung der Richter Helmut Wundrack und Rolf Ziegler absolvieren. Man muss dazu dreimal Oberluft bei Hochflugrassen gesehen haben und die Flughöhen bestimmen können. Spfrd. Greulich wurde an den Wienern von Spfrd Rolf Ziegler ausgebildet. Der Kraichgau wird nun durch einen neuen Richter unterstützt. Wir gratulieren zur Richterprüfung!
Dann reisten die Sportfreunde Tobias Scholl und Dennis Hollmann 350 km aus Nordhessen an, um bei Roby Lung im Nord-Elsass die Wiener Hochflugtauben in der Luft zu bewundern. Spfrd. T. Scholl ist ein junger Züchter, der die Wiener aktiv fliegt und Dennis Hollmann, ebenfalls ein junger Züchter, stammt aus einer Hamburger SV-Familie, der Vater flog schon aktiv in Hamburg Wiener Hochflieger. Dennis hat mit der Zucht wieder begonnen. So rekrutieren wir uns auch teilweise über unsere Söhne und Enkel. Am Samstag wurde dann nach einer Stippvisite der Lung`schen Schläge der 80 km entfernte Schlag von Wolfgang Hartmann im Saarland besichtigt und die diversen Flugrassen von Wolfgang und Stefan Hartmann betrachtet. Am Nachmittag startete ein Trupp Griwun-Hochflieger in Rot- und Schwarznacken und zeigte während eines kürzeren Fluges von 66 Minuten die geforderte Obere Höhe. Dreimal parierten die sechs Tauben die Angriffe eines Habichts, der keinen Jagderfolg hatte. Die Tauben öffneten nur kurz die Formation, ließen ihn vorbeisausen und schlossen sich wieder zusammen. Über 40 Jahre Auslese im Kampf gegen die Greife haben dieses Verhalten, diese Ruhe am Himmel, wahrscheinlich gefördert und in den Tauben verankert.
Mit diesem Flug hatte Spfrd. Tobias Scholl seinen zweiten Flug in Oberluft in seiner Sammlung. Er hat ein Protokoll auch zur Übung ausgefüllt. Der erste Flug wurde sogar von einem extra bei Tobias Scholl angereisten VDT-Richter, Frank Stöhr, abgenommen. Im Hochflugsport arbeitet man über die Vereinsgrenzen hinweg im Rahmen des VDT. Mittlerweile können VDT-Richter auch vereinsübergreifend Hochflüge abnehmen. Wir danken Sportfreund Stöhr für die Unterstützung. Am Sonntagmorgen sollten dann Spfrd. D. Hollmann und T. Scholl ihren dritten Flug in Oberluft erleben, die gestarteten Wiener Hochflieger in vollkommenem Mauserhochstand bei R. Lung flogen zwar 2.20 Stdn, gingen aber leider nicht in Oberluft und verweilten in der mittleren Höhe. Dadurch konnten die beiden Anwärter den dritten Flug nicht absolvieren. Spfrd. Nitzschke als ausbildender Richter, extra etwa 100 KM angereist, konnte leider keine Oberluft verzeichnen. Somit müssen beide noch weiter als Anwärter bei einem dritten Hochflug assistieren. Übernachten konnten die beiden Hochflugfreunde bei Roby Lung im Elsass, der ein Ferienhaus sein Eigen nennt und bei dem man sogar „Ferien beim Hochflugzüchter“ im Nord-Elsass machen kann. Versorgt wurden sie natürlich mit Speis und Trank durch die Familien Lung und Hartmann.
Der Vorsitzende des DHC, W. Hartmann, Roby Lung und W. Nitzschke freuten sich, dass unsere jungen Züchter Scholl und Hollmann einen so weiten Weg auf sich nahmen, um die Hochflugrichterausbildung im DHC und VDT zu absolvieren. Nur mit jungen begeisterten Richtern kann es im Flugsport weiter gehen, umgekehrt, der Hochflug hängt am seidenen Faden, es ist nicht gesagt, ob die Tauben jeden Tag in Oberluft gehen. Die Ausbildung kann natürlich auch vor Ort geschehen, wenn geeignete Flugmannschaften vorhanden sind. Acht Tage später konnte Spfrd. T. Scholl den in seiner Nähe wohnenden Richter Frank Stöhr von den Flugtaubenfreunden Lahntal noch einmal für einen Hochflug an den eigenen Wiener Hochfliegern gewinnen. In einem über 3 Stunden-Flug zeigten die Wiener Oberluft und der Spfrd. konnte seinen dritten Oberluftflug verzeichnen und legte damit seine Richterprüfung ab.

W. Hartmann/R. Lung
Gruppe Saar-Pfalz-Elsaß-Kraichgau



Arno Hemmerling ist "Meister der Hochflugzucht im DHC"

Anläßlich der JHV 2019 in Ober Ramstadt/Hessen wurde unser langjähriger DHC-Sportfreund Arno Hemmerling zum "Meister der Hochflugzucht im DHC" ernannt. Dies ist die höchste Ehrung, die der DHC zu vergeben hat.
Arno Hemmerling hat über Jahrzehnte unschätzbare Dienste für den DHC sowie den Flugsport im Allgemeinen geleistet: Er ist nicht nur Gruppenleiter der traditionsreichen Gruppe Saar-Pfalz-Elsass-Kraichgau, Roller- und nun auch Hochflugwart und Schriftführer im DHC, sondern auch seit Jahrzehnten aktiver Flugteilnehmer sowie geschätzter Flugrichter. Ebenso verfasst er in seiner unnachahmlichen Art viele Berichte rund um den Taubensport. Mit seinem umfangreichen Fachwissen ist er stets bereit in allen Belangen weiterzuhelfen und ist Neuerungen gegenüber immer aufgeschlossen, wenn diese dem Flugtaubensport weiterhelfen. Wir danken ihm für seine bisherige Arbeit, gratulieren ihm zu dieser hochverdienten Ehrung recht herzlich und wünschen uns, daß er uns weiter fleissig unterstützt und so den Flugsport fördert.

K. Jungnickel, Pressewart




Treffen der Gruppe Saar-Pfalz- Elsaß- Kraichgau des DHC


Unser allseits bekannter Robi Lung und seine Frau luden uns am 23. September 2018 zur Gruppenversammlung nach Ingwiller im Elsaß ein. Wir kamen der Einladung mit Freuden nach und verbrachten trotz mäßiger Wetterlage einen schönen Tag mit Wienern in der Luft und in den Schlägen.
Gefachsimpelt wurde natürlich auch, zwei Neumitglieder stellten sich vor. Ich bat um Unterstützung in Form von alten Unterlagen vor 1982 zur Erstellung einer Chronik für 2020 ( 50 Jahre DHC), dann ist die Gruppe auch Ausrichter der JHV.

Ich bedanke mich bei Allen, besonders bei den Spendern von Mittagessen und Kuchen .

Gut Flug
Arno Hemmerling, Gruppenleiter

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Mal wieder auf Tour der Tauben wegen !


Am Mittwoch, den 20. Juni fuhren Elke und Wolfgang Hartmann sowie ich, Arno Hemmerling, ins Elsaß zu Doris und Robi Lung. In aller Frühe ging es los, die Wiener sollten spätestens um 8 Uhr raus, wir schafften es.
Nach der herzlichen Begrüßung starteten die Wiener. Bei blauem Himmel um die 28 Grad Temperatur stiegen die 17 Tiere schnell in die mittlere Höhe. Ihr Flug war schnell und sie zeigten ein wendiges Rechts- Links-Fliegen. Durch die ab und an unter ihnen fliegenden Störche (richtige) ließen sie sich nicht stören. Ein Wiener setzte sich aus dem gut geschlossen fliegenden Stich ab und kam tiefer, seine Schlaggenossen folgten ihm und wollten ihn immer wieder einsammeln, er schaffte es den Stich wieder in untere Höhe zu bringen, was seinem Trainer ein "mon Dieux " für jeden hörbar entlockte. Robi sagte, es sei ein Weißer aus Karls Linie, der dies schon öfter machte, einen Weißen hatte er aus dem Stich festgesetzt, in der Meinung es wäre der nicht stichfliegende, es war der falsche Vogel. Dieses Tier setzte sich endlich und die verbliebenen Wiener Störche stiegen wieder auf. Wir werteten etwas entspannter weiter, als der Stich schneller wurde, er zog in mittlerer Höhe weiter weg, so dass man froh war, dass ein Schwarzspitzer mitflog, an ihm konnte man sich etwas orientieren. Gut, sie kamen zurück, flogen immer schnell und blieben bei ihrem rechtsrum, linksrum, aber immer noch in mittlerer Höhe, wie wenn da eine Glasscheibe wäre, die sie nicht höher ließ.
Was ist das, von großer Höhe kommt ein Punkt auf die Tauben zu, jeder Flugtaubenzüchter kennt diese Siluoette, kam, schlug souverän zu und nahm eine mit. Nach einer Sekunde sah man das Federwölkchen, das sich von dem Wiener löste. Der Stich hatte sich geteilt, fünf mit dem Spitzer stiegen hoch, sechs sausten in der Grenze mittlerer und der Rest einzeln in Unterer Höhe durch die Gegend.Überraschend schnell (für mich Rollerzüchter) stiegen die Tiere wieder auf und sammelten sich, wie wenn es das Normalste auf der Welt ist, dass ein Familienmitglied gefressen wurde. Das Leben geht weiter. Der Flug endete nach 101 Minuten .
Fertig, nein nach einer kurzen Tee-, Kaffeepause starteten vier Ciung de Ploiesti in rotfahlgehämmert. Ein ruhigeren Flugstil zeigend, zogen sie vor drei Störchen etwas weiter weg, die Störche suchten wie die Ciung die Thermik. Darin sind Störche wahre Meister, unsere Vier kamen zurück und verblieben an der Grenze zur mittleren Höhe, diese durchbrachen sie für ein paar Minuten, um doch zu zeigen, was sie können. Nach knapp 100 Tagen treiben die Ciung schon und sind eher am anderen Geschlecht interressiert als am Hochfliegen, pupertierende Vögel halt. Robi erklärte auch, dass sie schon in der Mauser wären, die Ciung wären in allem viel früher als die Wiener.
Die Ciung (den Stamm, den Robi pflegt) kamen über T. Hellmann, dem Taubenphotographen nach Frankreich und über drei Stationen dann aus Neugierde zwei Paare zu Robi. Früher, in den achtziger Jahren pflegte schon Henry Buda neben seinen berühmten Wienern Ciung, die er seinem Neffen Serge abgab und die dann verschwanden.
Auch in Hessen wurden Ciung bei O. Fischer, Bad Camberg geflogen, später in Marburg von M. Grimmel u. F. Stöhr. Helmut Hassenmeier hielt neben seinen Nikos auch immer noch einige, aber immer zeichneten sie sich durch gute Leistungen aus. Sie sind zwar etwas problematischer beim Eingewöhnen und Einfliegen (sie vergessen das Landen), aber wenn man dieses mit Ihnen geschafft hat, auch unter Verlusten, sind es zuverlässige Flieger. Sie züchten vorbildlich, und sitzen im Frühjahr gut auf ihren Küken, um sie zu wärmen. Momentan werden sie in Deutschland von M. Biringer und Wolfgang Hartmann trainiert. Ups, bisschen weit abgerutscht, ist mir aber gerade so zum Thema Ciung eingefallen. Nachdem wir die Protokolle nochmals nachgesehen haben und mit dem Datenschutzhinweis versehen haben, dass Name und Ergebnisse veröffentlicht werden dürfen, speisten wir und verplauderten den frühen Nachmittag. Am Tisch auf der Terrasse besuchten uns die Hunde, die Chabohuhnfamilie und natürlich die Katzen.
Bei Doris und Robi geht es allen gut, auch uns!
Danke für den schönen, ereignisreichen Tag!
Gut Flug

Text und Bilder Arno Hemmerling

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Flugtaubentreffen des Französischen Roller- und Hochflugclubs in Ayze in den Savoier Alpen
am 27.07.-30.07.2017

Die Züchter des DHC aus der Gruppe Saar/Pfalz/Elsass/Kraichgau besuchten das Flugtreffen unseres befreundeten Clubs in Frankreich. Der 1. Vorsitzende des DHC, Wolfgang Hartmann berichtet in Wort und Bild von dem Treffen, an dem auch unsere Schweizer Freunde teilnahmen.

Ayze gehört zur Stadt Bonneville in den Savoier Alpen, in einem west-östlich verlaufenden Bergtal, unweit des Mont Blanc Massivs. Das Treffen wurde nun schon zum zweiten Mal von Jean Marie Caron ausgerichtet, fand auf dem Sportplatz der Gemeinde statt, wobei die Anlagen der Vereinsanlage alle mitbenutzt werden durften. Auf dem Gelände konnten die Campingcars und die Zelte aufgestellt werden. In der Nähe liegt auch die Stadt Genf in der Schweiz und nördlich liegt auch der Genfer See.
Die aufgelassenen Tauben konnten sich in einem 3 km breiten Tal nur nach Osten oder Westen bewegen und kehrten daher alle wieder auf die Kästen zurück. Teilweise stiegen die Tauben sehr hoch auf, durch den Wind etwas nach Osten schräg versetzt, kehrten aber wieder alle zurück.


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