Deutscher Hochflug Club


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Bericht von den Gruppentreffen August und September 2017


Am 19. August versammelten sich bei gutem Flugwetter insgesamt 28 Gruppenmitglieder und Gäste in der großen Zucht- und Schlaganlage von Joseph Lehmkuhl in Emsdetten/Hembergen. Wer Joseph kennt und seine Anlage bei einem Flugtreffen schon einmal besucht hat, wird wissen, dass ihn bei solchen Anlässen ein außergewöhnliches Ereignis erwartet, das man wohl bei keinem anderen Züchter geboten bekommt. Auch diesmal schickte Joseph wieder in mehreren Schüben über 700 Tauben aus 20 Rassen in die Luft, was zu einem beeindruckenden Schauspiel führte. Die Tauben flogen über verschiedene Höhen verteilt entweder in großen Schwärmen, kleineren Verbänden oder auch im Soloflug, zeigten dabei zum Teil auch ihren rassespezifischen Flugstil, formierten sich zugleich aber auch immer wieder neu, so dass sich ein äußerst abwechslungsreiches Flugbild ergab. Im Anschluss an die Vorführung begaben sich die anwesenden Flugfreunde an eine reich gedeckte Kaffeetafel, die mit vorzüglichen Obstkuchen und Torten versehen war, die Josephs Schwester Annette selbst gebacken hatte. Zusätzlich war eine Verkaufs- und Tauschbörse für Tauben eingerichtet, bei der eine ganze Reihe Wiener sowie Tauben anderer Rassen den Besitzer wechselten. Bei der abschließenden Besichtigung der Ställe konnte man viele interessante Taubenrassen entdecken, die man nicht alle Tage sieht.
 
Am 16. September kamen dann zum Abschluss der diesjährigen Flugsaison noch einmal 9 Gruppenmitglieder und 6 Gäste zu Frank Hollenberg und seiner Frau Sabine in Ladbergen. Frank hat sich in ländlicher Umgebung auf einem schön gelegenen Anwesen mit großem Garten eine mustergültig angelegte Schlaganlage gebaut, deren zweckmäßiger Aufbau und durchdachte Struktur noch deutlich den ehemaligen Brieftaubenzüchter verrät, der Frank vor seiner Zeit als DHC-Mitglied einmal war. Er führte uns an diesem Tag einen Stich seiner Wiener Hochflieger (Hellstörche) mit 29 Tieren vor, die trotz der extrem schwierigen Trainingsbedingungen an den Vortagen mit viel Regen, Kälte und Wind einen sehr schönen Flug zeigten, von dem auch ein Protokoll geschrieben wurde. Bei ruhigem und windstillem Wetter stiegen die Tauben rasch und insofern wienertypisch in die Oberluft auf. Von Greifvogelangriffen wurden die Tiere verschont, so dass der Flug bis zum Ende ungestört blieb, was heute eher als eine erfreuliche Ausnahme gelten kann. Auch von Frank und seiner Frau Sabine wurden wir mit Kaffee und ausgezeichneten, ebenfalls selbst gebackenen Obstkuchen bewirtet, so dass auch dieses Flugreffen für alle Anwesendem zu einem rundum gelungenen Ereignis wurde.
 
Danken möchte ich Joseph und Frank an dieser Stelle im Namen unserer Gruppe noch einmal ganz herzlich für die Ausrichtung dieser beiden ereignisreichen Flugtreffen, mit denen die offizielle Flugsaison unserer Gruppe in diesem Jahr nun abgeschlossen ist. Ich wünsche Euch jedoch noch weitere schöne Flüge und auch Flugabnahmen, die ja weiterhin möglich sind.

Dr. Friedrich Jäger, Gruppenleiter Gruppe Münsterland


Gruppentreffen der Gruppe Münsterland Juni 2017


Am 24. Juni 2017 waren mit mir 12 Teilnehmer zum 1. Gruppentreffen nach Verl gekommen, 8 Mitglieder und 4 Gäste konnte ich begrüßen. 5 Mitglieder hatten kurzfristig abgesagt.
Wegen des starken Windes (WS 3-4 mit starken Böen) konnte leider kein Protokoll erstellt werden, die Tauben (BR) wurden immer wieder außer Sicht getrieben, rollten aber sehr stark. 6 Tauben landeten nach ca. 40 Minuten (alle aus 2015), die übrigen 18 (2011/12/13) flogen ca. 60 Minuten. Danach habe ich die 14 ältesten Jungtauben rausgelassen, sie werden mit Alttauben und den Kelebek ausgewöhnt. Zweimal flogen 5 bzw. 9 junge BR etwa 10-15 Minuten von allein – sie waren bisher noch nicht gejagt worden. Danach folgte das gemütliche Zusammensein mit Essen und Trinken und feinen Stories aus Taubenzucht und christlicher Seefahrt. Der am weitesten angereiste Gast stammte nämlich aus Emden, er fliegt Memeler Hochflieger, die wie meine BR auch den starken Wind beim Fliegen lieben.
Auf diesem Wege möchte ich meiner Tochter Beate und ihrer Freundin Karin für die tatkräftige Mithilfe bei der Bewirtung unserer Runde danken.

Danken möchte ich auch allen Teilnehmern und hoffe, dass bei den nächsten Treffen wieder mehr kommen können.

Gut Flug Euer Hartmut Krüger, Gruppenmitglied und Treffenausrichter


Bericht von den Sommertreffen der Gruppe Münsterland


Am 13. August 2016 hatte uns Andreas Bol zu seiner schönen und weitläufigen Hof- und Schlaganlage nach Cloppenburg eingeladen. Das Wetter hat an diesem Tag gut mitgespielt und es waren neun Mitglieder unserer Gruppe gekommen. Zunächst hat Andreas sechs Jungtiere seiner Zamoyski geflogen, einer bei uns recht seltenen Rasse, die Andreas seit einigen Jahren züchtet und fliegt. Wie er berichtete, haben sich diese Tauben bei ihm stets als zuverlässige Hochflieger erwiesen. Leider hatte er jedoch verstärkt in den vergangenen beiden Jahren hohe Verluste durch den Wanderfalken zu beklagen, so dass er uns bei dem Flugtreffen nur noch einige übrig gebliebene Tiere präsentieren konnte. Daher kam auch die eigentlich große Leistungsfähigkeit dieser Rasse im Hochflug diesmal nicht voll zur Geltung. Einen schönen Flug dieser seltenen Tiere konnten wir dennoch sehen. 
Darauf flogen fünf junge Schekatie, eine Rasse, die häufiger bei aus Russland stammenden Züchtern anzutreffen ist. Ursprünglich kommt die Rasse aus dem Iran und je nach Stamm hat man entweder mehr einen Hochflieger oder aber einen Klaschtümmler. Aus Andreas‘ Sicht ist die Rasse eine Art Bindeglied zwischen den Persern (Kaftar) und den Bakinern. Bei unserem Flugtreffen flogen diese Tiere bei leicht nachlassenden Wind ca. 90 Minuten, was für diese Rasse eine ausgezeichnete Leistung darstellt, so dass auch ein Flugprotokoll darüber geschrieben wurde. Andreas berichtete,  dass diese Tauben bei guten Bedingungen auch in Oberluft gehen, wobei er großen Wert darauf legt, dass die Schekatie nur wenig Spiel zeigen, da dies seinem Zuchtziel eher entspricht.
Diese beiden Rassen werden auch in Zukunft bei Andreas fliegen, wobei die Zamoyski im Mittelpunkt stehen werden, da sie ihm am besten gefallen. Er denkt aber auch daran, im kommenden Jahr mehr Griwuni zu fliegen, sofern die auch bei ihm sehr verbreiteten Greife dies überhaupt zulassen. Während des Flugtreffens hatte es zwar keine unmittelbaren Angriffe gegeben, aber Andreas berichtete, dass keine fünf Minuten, nachdem die letzten Gäste den Hof verlassen hatten, der Habicht bereits wieder in der Luft war. Im Namen aller Anwesenden möchte ich mich noch bei Andreas für das schöne Treffen und die vorzügliche Bewirtung mit Kaffee und Kuchen bedanken.
 
Das zweite Flugtreffen dieses Jahres fand am 10. September bei mir in Dortmund statt. Zu ihm sind 11 Flugfreunde unserer Gruppe und vier weitere, an Tauben interessierte Gäste gekommen. Da ich drei Rassen züchte – Wiener, Memeler und Orientalische Roller – wollte ich auch alle drei in die Luft bringen. Das Wetter war zwar gut, jedoch für diese Jahreszeit eher zu warm. Den Anfang machten 25 Wiener, denen man deutlich anmerkte, dass sie auf jede Störung des Flugrhythmus empfindlich reagieren. Da ich sie im Sommer normalerweise morgens pünktlich um 7:30 Uhr auflasse, verzichteten sie an diesem für sie ungewohnten Nachmittag auf den Hochflug und gingen bis max. mittlere Höhe mit einer Flugzeit von nur ca. 30 Minuten.  
Darauf folgten 29 Orientroller, bei denen mein Zuchtziel darin besteht, dass sie den Hochflug zeigen und dabei sparsam, aber variantenreich Spielen. Ich hoffe, dass dies bei diesem Flug, der insgesamt eine gute Stunde dauerte und bei dem eine ganze Reihe von Tieren in Oberluft ging, deutlich geworden ist. Von diesem Flug kehrte leider einer meiner besten Roller nicht zurück, wobei der Angriff des Wanderfalken in Oberluft oder unsichtbarer Höhe erfolgt sein muss, denn bemerkt hatte offensichtlich keiner der anwesenden Flugfreunde etwas.  
Den letzten Flug des Tages absolvierten 27 Memeler, die wie erwartet ebenfalls empfindlich auf die noch recht hohen Tagestemperaturen reagierten. Dass diese Rasse noch immer vorzügliche Hochflugeigenschaften besitzt, wollte ich eigentlich zeigen, jedoch beließen es die Memeler an diesem Tag weitgehend dabei, bis zur mittleren Höhe zu gehen. Doch da einige Tiere doch in Oberluft gingen, wurde zumindest ansatzweise deutlich, dass sie es können.
 
Die Bilder von den beiden Treffen stellte Johannes Reiberg zur Verfügung, wofür ich ihm noch herzlich danken möchte.  
Hinweisen möchte ich Euch ferner noch darauf, dass die kommende JHV unserer Gruppe diesmal am 28. Januar um 14:00 Uhr in der Gaststätte Mersbäumer in Ostbevern stattfinden wird.

Friedrich Jaeger, GL Gruppe Münsterland

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